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WM2019 – Damen bezwingen die USA – Tag 4

Die deutschen Damen konnten im letzten Vorrundenspiel einen klaren Sieg gegen die USA einfahren und sich somit den Gruppensieg sichern. Die deutschen Herren hatten spielfrei. 

Deutschland beweist Favoritenrolle um den WM Titel.

Mit einem klaren 11:0 Sieg gegen die USA konnten sich die deutschen Damen den Gruppensieg in der Gruppe A sichern. Dabei konnte die Damen die Gruppenphase nicht nur mit einer makellosen Torbilanz von 23 Toren zu 0 Gegentoren feiern, sondern auch 9 Punkten aus drei Spielen holen.
Der Sieg war dabei nicht nur ein wichtiges Signal in Richtung Mitfavoriten um den WM Titel, sondern auch ein mentaler Befreiungsschlag.
So waren die Damen von Bundestrainer Jörg Oertel nicht vollsten zufrieden mit dem 3:0 Sieg über die Türkei. Der Anspruch an sich selbst wurde aus Sicht der Spielerinnen nicht voll erfüllt.

Bundestrainer Oertel erinnert die Spielerinnen vor dem Spiel somit lautstark an das gemeinsam gesetzte Ziel: „Gebt Vollgas! Für uns, für das Turnier, für die WM.“.
Und die Umsetzung ließ nicht lange auf sich warten. 
Es dauerte nur 37 Sekunden bis Stefanie Nusser das erste Tor für Deutschland bejubeln durfte. Kati Vehlow erhöhte mit einem Doppelpack in Minute 5. und 7. auf 3:0. 
Als in Minute acht die Amerikanerin Judith Helena Prieto wegen Schieben am Korb auf die Strafbank gesetzt wurde, brauchte es nur eine Minute bis Eva- Maria Dietmann das 4:0 erzielte. Stefanie Nusser erhöhte nach Zuspiel von Regina Pavlovic auf 5:0. 

Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 - Regina Pavlovic
Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 – Regina Pavlovic – Foto (C) VDST

In der Schlussphase wurde es dann sogar richtig turbulent am amerikanischen Korb. Zuerst bekommt Maren Janko die gegnerische Torfrau nicht richtig zu packen (13.min). Direkt im Anschluss scheitert Linda Ostendorf nur knapp bei einem weiteren 1 gegen 1 (13.min). Die Druckphase wurde dennoch belohnt, als Laura Büchner das Chaos nutze um die Torposition zu stehlen und ein Zuspiel zum 6:0 verwandelte (15.min). Die USA, die durch ihr 1:1 gegen die Türkinnen und dem 2:0 Sieg gegen Spanien als gefährlicher Gegner eingeordnet wurde, fand nur wenig bis keine Mittel überhaupt nur in Ballbesitz zu kommen.

Und auch nach dem Seitenwechsel blieb Deutschland die bestimmende Mannschaft. Bereits nach drei Minuten erzielte Laura Brockhoff mit ihrem ersten WM Tor das 7:0 (18.min). Maren Janko erhöhte kurze Zeit später zum 8:0 (23.min). Im weiteren Verlauf des Spiels zeigten die Damen dann nochmal ihre Kombinationsqualitäten. Torhüterin Simone Lepper assistierte Linda Ostendorf zum 9:0 (24.min), ehe Nadine Griebl einen Doppelpass am Korb mit Linda Ostendorf zum 10:0 verwandelte. Ostendorf durfte dann auch noch den 11:0 Schlusstreffer erzielen, als sie ein Zuspiel von Nadine Griebl, nach Gewinn einer Klammerei, durch schnellen Konter im amerikanischen Tor versenkte.

Ausblick:

Als Sieger der Gruppe A qualifiziert sich das deutsche Damen Team vorzeitig für das Viertelfinale.
Der Gegner wird dabei im morgigen Spiel um 17Uhr zwischen Gastgeber Österreich und den Spielerinnen aus Kanada entschieden.
Das Viertelfinale findet am Mittwoch um 13Uhr Ortszeit statt.

Die deutschen Herren spielen morgen um 8Uhr gegen Dänemark um den Sieg in Gruppe B. Dänemark reicht dabei, aufgrund des besseren Torverhältnisses, ein Unentschieden. Um sich vorzeitig für das Viertelfinale zu qualifizieren muss das deutsche Team das morgige Spiel gewinnen.
Beide Teams spielen auf Augenhöhe. Das Begegnung zwischen dem amtierenden Vize- Weltmeister Deutschland und dem amtierenden Vize- Europameister Dänemark gilt als das erste Topspiel der noch jungen WM.

Anekdoten:

  • Rüdiger Hüls, ehemaliger UWR Spartenleiter des VDST und Technical Delegat der aktuellen WM, feiert heute seinen 65. Geburtstag. Die deutschen Damen haben ihm nach dem Sieg über die USA ein Geburtstagsständchen gesungen.
  • Die Schiedsrichterleistung dieser WM ist sehr diskutiert. Die bisher meisten Zeitstrafen gab es beim 4:1 von Finnland gegen Australien. Beide Teams waren dabei zeitweise mit nur 4 Spielern im Wasser.
  • Das Wetter in Graz ist sehr wechselhaft. Zwischen kaltem Wind und Platzregen, zu schwüler Luft und Hitzestau in den Zimmern, liegen meist nur wenige Stunden.
  • Die Herren nutzen den freien Spieltag für eine knackige Schwimmeinheit am frühen Morgen. Am Nachmittag wurden dann kräftig die Damen angefeuert.

Bericht von Torsten Stanschus 


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von WAIDI am 29 Juli 2019